Wenn Reiche wenig Steuern zahlen: Nützt das wirklich allen?

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Auf diesen sogenannten «Trickle Down-Effekt» hat auch die neue britische Premierministerin Liz Truss gehofft. Aber so einfach geht es leider nicht. «Steuern für Reiche runter, Wohlstand rauf, diese simple Losung funktioniert nur im Paradies», erklärt Ökonom Christoph Schaltegger. Die Welt sei komplexer als das. «In den USA wurde der Ansatz des «Trickle Down» besonders während der Präsidentschaft von Ronald Reagan verfolgt. Aber er hat nicht wunschgemäss funktioniert. Allerdings stimmt auch das Gegenteil nicht: Dass Steuerpolitik keinen Effekt auf den Wohlstand hat.» Schaltegger nennt Beispiele von Ländern, bei denen Steuersenkungen für hohe Einkommen positive Effekte für alle hatten. Auch die Schweiz gehöre dazu, respektive einige Kantone. Obwalden zum Beispiel. Allerdings sei bei Steuersenkungen entscheidend, dass die Rahmenbedingungen in die Gleichung einbezogen würden und dass das Timing stimme. Der Steuerplan von Liz Truss rufe da eher Erstaunen hervor. Inzwischen musste sie diesen zurücknehmen, der Widerstand war zu gross. Reiche werden bei den Steuern in Grossbritannien also vorerst doch nicht entlastet. Das Konzept des «Trickle Down» hat in diesem Fall offenbar nicht überzeugt. Für eure Rückmeldungen, Ideen und Fragen: 076 320 10 37 oder newsplus@srf.ch.

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